Sonntag, 6. Januar 2013

The Expendables ermitteln gegen einen geistesgestörten Paranormalanalytiker

The Expendables 2
(2012) / US / ca. 103 Minuten / FSK: 18 / Genre: Action, Abenteuerfilm
Im zweiten Teil müssen die Jungs rundum Stallone sogar eine atomare Bedrohung abwenden. Puh, ob die das schaffen? Klar, sind doch die Expendables. Ach, Jet Li ist dieses Mal aber nicht so wirklich dabei. "Was zum Teufel?!" Ja, hab ich mir auch gedacht. Man merkt auch, dass der kleine Wirbelwind fehlt. Liam Hemsworth übernimmt als Billy the Kid dafür seinen Posten. Sympathischer Kerl. Doch, SPOILER, auch den wollte Stallone nicht lange auf der Leinwand lassen. Vielmehr wollte er im Rampenlicht stehen, seine alte, vergangene Ruhmzeit nocheinmal aufblühen lassen, dazu drängt er sein Mitalterskumpanen Schwarzenegger, Willis und Norris mit in den Fokus. Toll ihr alten Männer, schön wie ihr minutenlang rumballert, super seid ihr. Und unspektakulär. Gut Stallone, dein Zweikampf mit Van Damme war zum Abschluss ja nochmal ganz nett, aber mal ehrlich, der Cast besteht doch aus mehreren, weitaus spritzigeren Typen, nicht wahr? Wo war Terry Crews? Hab zwar grade eine verdammt starke Szene mit ihm im Kopf ("War ein gutes Bizepstraining, aber die Frau ist verrückt!"), dürfte aber wohl auch die einzige gewesen sein. Statham? Ja ok, den hast du etwas mehr einbezogen, hat sich aber auch oberflächlich gehalten. Er hätte dir ja ebenfalls Aufmerksamkeit klauen können. Ach, Randy Couture und Lundgren waren ja auch noch dabei - durften sich aber auch zu Crews unter die Stille Treppe setzen. Ach man, Stallone. Was war das nur für ein Egotrip. Den gab's im 1ten Teil ja auch schon, aber da hatte man das noch nicht so wahrgenommen. Wieder bist du der Held, nur ein noch größerer, wieder kriegst du das Mädchen, eine noch viel heißere, wieder bist du der Kerl vor dem selbst Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger niederknien (müssen). Ja, nette Action war's schon, aber mal ehrlich Stallone, mach auch mal den anderen Platz. Vielleicht ja im 3ten Teil.
5.0/10

Red Lights
(2012) / ES, US / ca. 118 Minuten / FSK: 16 / Genre: Thriller, Horror
"Red Lights". Entgegen der Erwartung, hat Rodrigo Cortés mit seinem Horrorthriller über Parapsychologen und deren Entlarver, einen verdammt packenden Streifen inszeniert. Es fängt aber alles mit dem Cast an, denn wäre Cillian Murphy und Robert De Niro nicht mit von der Party, wüsste ich nicht ob der Film die gleiche Wirkung hätte. Sigourney Weaver ist zwar auch mit dabei, doch hat sie, obwohl ich sie hier ebenfalls sehr mochte, nicht die gleiche Ausstrahlung wie diese zwei Herren. De Niro wurde nach unzähligen Flops ja schon als abgestempelt bezeichnet, ich war ebenfalls einer derjenigen der nichts mehr von ihm erwartet hatte, doch hier trumpft er auf, fast so wie in alten Zeiten. Ich denke ihr habt's kapiert, Cillian Murphy (einer der Besten seiner Generation) und De Niro (super wie man es nicht gedacht hätte) sind schon der alleinige Grund sich den Film anzuschauen. Der zweite und letzte Grund ist Rodrigo Cortéses Beitrag. Sein Werk. Denn mit der Story, die einige sicherlich auch um einige Ecken an "Paranormal Activity" erinnert, wagt er sich zu einem Thema, das eigentlich schon viel zu ausgelutscht ist. Doch in Wahrheit ist "Red Lights" etwas ganz anderes und so viel mehr. Die Story um Wissenschaftler, die Paranormale Aktivitäten aufdecken und als Scharlatanerie abstempeln, hat dank der unglaublich tiefen und sensiblen Inszenierung einen Charme und eine Wirkung, die sich gewaschen hat. Durch und durch sehenswert, wenn nicht mehr.
7.0/10

My Son, My Son, What Have Ye Done
(2009) / DE, US / ca. 87 Minuten / FSK: 16 / Genre: Drama, Krimi
Dieser Film ist so eigen, und fühlt sich irgendwie auch nach David Lynch an. Vielleicht liegt es daran das er der Produzent war, oder einfach, dass es mein erster Werner Herzog-Film war. Somit habe ich also auch keine Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Filmen von ihm. Aber ein Zusammenhang zu Lynch besteht, ohne Zweifel. Ich mag Lynch. Jedenfalls mag ich die Mehrheit der Filme, die ich gesehen habe. Und dennoch, wurde ich mit diesem Film einfach nicht warm. Woran es liegen mag, kann ich nichteinmal genau sagen. Zu kunstverliebt kam mir das vor, zu gewollt verwirrend. Ich hätte mir, in Hinsicht der Story, eine Art Psychospiel gewünscht, ob es vorkam, weiss ich um ehrlich zu sein nicht, doch geboten bekam mein persönliches Individuum nur eine unglaublich hohe Dichte an Langeweile. Der Anfang machte mich interessiert, und so verkehrt sah das ja auch nicht aus, jedoch verlief viel zu viel im Sand und lies mich bedröppelt auf der Couch zurück. Und wie gesagt, vor allem gelangweilt.
3.0/10


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